Neue Zielgruppe für die PR (Teil 2)

Was der in Teil 1 des Beitrags beschriebene Positionierungs- und Image-Wandel chinesischer Unternehmen für die -Branche bedeutet ist klar: Es mag noch eine Weile dauern, aber letztlich werden immer mehr Entscheider in chinesischen Unternehmen die Bedeutung einer gezielten Medienarbeit für ihr Unternehmen erkennen – insbesondere dann wenn sie sich auf internationalem Terrain bewegen, wo man ihnen bekanntermaßen nach wie vor mit einer gewissen Portion Skepsis begegnet. Im allgemeinen treten die Protagonisten der chinesischen Boom-Economy nur selten in Erscheinung, aber der erste chinesische Sponsor der Fußball-WM hat in diesem Jahr bereits die internationale Bühne betreten. Andere werden folgen – mit ähnlichen, wenn auch vielleicht kleiner dimensionierten Aktivitäten.

Damit eröffnet sich PR-Agenturen eine neue Zielgruppe, die Interesse und Bedarf an einer breiten Palette von Kommunikationsdienstleistungen hat: Beginnend bei den Klassikern Produktlaunches und Corporate Communication gehören dazu insbesondere Image-Positionierung und auch Krisenkommunikation, um nur einige Beispiele zu nennen. Zunehmend mehr chinesische Firmen, die in Auslandsmärkten aktiv sind, werden sich auch als guter Arbeitgeber präsentieren wollen (Stichwort HR-PR).

Kulturelles Verständnis als Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit
Ein tief gehendes Verständnis für , seine moderne Geschichte sowie die sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhänge, innerhalb derer das Land und seine Vertreter interagieren, wird hilfreich sein um erfolgreich mit chinesischen Unternehmen zu arbeiten. Sehr viel wird jedoch in jedem Fall von den Repräsentanten des Unternehmens in den lokalen Märkten und ihrem Einfluss auf die Kommunikationsstrategie und -aktivitäten ihres Unternehmens abhängen. Insgesamt ist die Arbeit mit chinesischen Unternehmen zweifelsohne eine besondere Herausforderung (wie so vieles im interkulturellen Kontext), gleichzeitig aber auch ein faszinierendes “Terrain” der , bei dem beide Seiten viel voneinander lernen können. Nicht zuletzt in Bereichen wie Internetmarketing oder Social Media, denn ist mit rund 380 Millionen Internet-Nutzern weltweit die Internet-Nation Nummer 1!

Wem dann die interkulturelle Kommunikation kurzfristig einmal zu anstrengend wird, der kann sich auf eines der todsicher stattfindenden opulenten chinesischen Dinner freuen! Ein „gan bei“ als Trinkspruch geht immer, und ansonsten geht es dabei nur um den kulinarischen Genuss.

Claudia Wittwer

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Aktualisiert am 3. September 2010

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