Die Gründungsväter: Amerikas erste PR-Firma

“Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, daß alle Menschen gleich erschaffen worden, daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freyheit und das Bestreben nach Glückseligkeit”

Diese Zeilen lassen mich Stolz als Amerikaner und Gänsehaut als professionelle Person empfinden. Thomas Jefferson und seine Anhänger wussten schon lange bevor die Unabhängigkeitserklärung verfasst wurde, dass es ihre Bestimmung war Geschichte zu schreiben. Sie wussten allerdings auch, dass ihre Vision niemals erreicht werden konnte, ohne die Öffentlichkeit zu inspirieren ihren Weg zu teilen. In den Übergangsjahren zur Revolution, wurden unsere Landesgründer zu PR Pionieren, als sie erfolgreich die Herzen und Seelen der neuen Welt für sich gewinnen konnten. Während wir ein weiteres stolzes Jahr der Unabhängigkeit feiern, gedenken wir drei dieser einflussreichen Erfinder und deren PR Lektionen, welche sie uns mitgeben haben:

Samuel Adams: Werbung mit jedem Bier

Sein Name wurde zum Synonym für die eiskalte amerikanische Biertradition als Samuel Adams durch die Straßen von Boston zog, um auf die Ungerechtigkeit der britischen Herrschaft aufmerksam zu machen. Im Jahre 1770 wurden in einer Auseinandersetzung zwischen britischen Soldaten und amerikanischen Zivilisten, die als Schneeballschlacht begann, fünf dieser Zivilisten getötet. Dieses Ereignis nahm Adams zum Anlass um PR als Vergeltungsschlag einzusetzen. Adams schrieb und verteilte mutig Abhandlungen und verurteilte das Geschehen als “The Boston Massacre”, eine Schlagzeile die sich schnell in den 12 anderen Kolonien verbreitete.

Die Unruhen zwischen den Kolonisten und britischen Autoritäten wuchsen in den nächsten Jahren weiter an. Ein Resultat daraus war die berühmte “Boston Tea Party”, bei der als Indianer verkleidete Kolonisten eine große Menge britischen Tee zerstörten um gegen neue Steuern auf Tee und andere Güter zu protestieren. Adams und der Rest der Protestanten rechtfertigten diese Aktion klugerweise mit ihrer Parole “No Taxation without representation!” Er propagierte und verteidigte die Aktion, bis die Tinte seines Füllers die Unabhängigkeitserklärung berührte.

Samuel Adams zeigte der PR Welt wie wichtig es ist, Themen oder Ereignisse auszuarbeiten. Die Überschrift des Massakers von Boston könnte auch ganz einfach “Schneeballschlacht fordert fünf Tote” geheißen haben. Stattdessen sah Adams das tragische Ereignis aber aus dem Blickwinkel der Kolonisten von Boston. Als Öffentlichkeitarbeits-Experten haben wir, wie Adams, die Verantwortung, Initiative zu ergreifen und bei Themen und Ereignisse die unsere Kunden betreffen die Führung zu übernehmen, so dass ihre Perspektiven von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden können.

“Man muss nicht in der Überzahl sein um sich durchzusetzen, es reicht eine wütende, unermüdliche Minderheit die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Feuer in den Köpfen der Menschen zu entflammen.”  ~ Samuel Adams

Benjamin Franklin: Der Schutzpatron der Werbebranche

Benjamin Franklin war ein Innovator in Sachen . Der feurige Philadelphier wurde “Schutzpatron der Werbebranche” genannt, da er effektiv Tageszeitungen, Flugblätter, Briefe und andere zeitgemäße Mittel nutzte, um Produkte und Ideen an die Öffentlichkeit zu verkaufen. Franklin erlernte den Printhandel als er als kleiner Junge im Laden seines großen Bruders aushalf. Auch während seines restlichen langen, bemerkenswerten Lebens schrieb und veröffentlichte er weiter.

Franklins umfangreiches Hintergrundwissen im Bereich der Medien machte ihn zur unverzichtbaren PR Figur in den Jahren vor der Revolution. Als Sprachrohr für die Kolonien von Großbritannien und anderen europäischen Nationen nutzte er unterschiedliche Kommunikationskanäle um für sie zu sprechen. Sein Medienwissen ließ seinen Stift nie stillstehen, als der bevorstehende Krieg nicht mehr zu verleugnen war. Jede Zeile von Witz, Humor und hetzerischen Bemerkungen die er druckte, half der Öffentlichkeit die Realität der Revolution zu erkennen.

Benjamin Franklin meisterte die ihm zur Verfügung stehenden Medienkanäle, welche es ihm ermöglichten, die Öffentlichkeit für den Ruf nach Freiheit zu unterstützen. Wie Franklin sollten wir in der PR Branche ein tiefes Verständnis für die Medien mit denen wir arbeiten haben, um vorteilhafte Beziehungen zum gegenseitigen Nutzen zu schaffen. Diese Beziehungen erlauben es uns, für unsere Kunden Möglichkeiten zu schaffen um ihre Geschichten zu erzählen.

“Entweder man schreibt etwas lesenswertes oder macht etwas, über das es sich zu schreiben lohnt.” ~ Benjamin Franklin

Thomas Paine: Der große Verfasser von Flugblätter

Thomas Paine, auch bekannt als der große Verfasser von Flugblättern der Amerikanischen Revolution, nährte den Wunsch der Bevölkerung nach einem unabhängigen Amerika mit Witz, Entschlossenheit und Menschenverstand. Als ewiger Unruhestifter konnte Paine nicht anders, als 1774 von Großbritannien nach Amerika auszuwandern, als er Gerüchte über Forderungen nach Unabhängigkeit hörte. Nach seiner Ankunft wurde er Redakteur bei dem Pennsylvania Magazine, ein Beruf, der ihn auf die wahrscheinlich einflussreichste amerikanische Abhandlung aller Zeiten vorbereitete.

Im Januar 1776 veröffentlichte Paine anonym sein Werk Common Sense, das die amerikanische Bevölkerung unter dem gemeinsamen Ziel der Unabhängigkeit vereinte. Hätten damals schon soziale Medien existiert, wäre dieses Werk seit Veröffentlichung und während der Revolution populär gewesen. Durch einen brillanten Mix aus Allegorie, Fakten und einem wirkungsvollen Aufruf zum Handeln, machte dieses Flugblatt Bewohner von New York, Pennsylvania, Virginia und anderen Kolonien zu Amerikanern. Ab dann gab es kein Zurück mehr. Am 4. Juli desselben Jahres wurde eine neue Nation geboren.

Thomas Paines prinzipientreue Arbeit ist etwas, das jeder PR-Fachmann anstreben sollte. Unsere Pflicht ist es, uns für unser Land, Unternehmen, unsere Kunden und Medienkollegen einzusetzen. Thomas Paine veränderte die Welt mit aufrichtigen und starken Worten und als Öffentlichkeitsarbeits-Fachmann weiß ich: wir können das auch!

“Eine Armee von Grundsätzen kann dort durchdringen, wo eine Armee von Soldaten es nicht kann!” ~ Thomas Paine

von Leslie Billera, VP Marketing, Jennifer Connelly Public Relations, ein GlobalCom PR Network Partner

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Aktualisiert am 11. Juli 2013

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