Kommunikation zur Energiewende: Da ist noch Luft drin!

Nach der Wahl ist vor der Washutterstock_67116316hl: Große Themen halten sich in der Regel nicht an Legislaturperioden – die Energiewende ist da nur ein Beispiel. Sie wurde leidenschaftlich diskutiert, gerade in den letzten Monaten aber häufig auf das Thema „Strompreise“ reduziert. Was zwar seine Berechtigung hat – aber durch seine umfangreiche mediale Verwertung ablenkt von so vielen anderen Aspekten.

Natürlich werden in Fachmedien, in Fachgremien und auf entsprechenden Events Konzepte, Technologien und Möglichkeiten für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung diskutiert. Grundsätzlich fehlt es aber an einer gezielten und öffentlichkeitswirksamen der Chancen und Möglichkeiten, die sich durch die Energiewende ergeben. Über die Vorteile, die eine größere Unabhängigkeit von den häufig doch kapriziösen Öl- und Gaslieferanten brächte, wird selten gesprochen. Auch der Innovationsschub, den die Energiewende bringen könnte (und teilweise ja bereits bringt) wird nicht in ausreichendem Maße thematisiert. Und wer hat schon einen Überblick zu den Technologien, die Unternehmen, Start-ups und Forschungsinstitute entwickeln? In der Regel bleiben diese einem exklusiven Fachpublikum vorbehalten. Kommuniziert werden auch nicht die Möglichkeiten, die sich durch die Energiewende auf internationaler Ebene ergeben – nicht zuletzt auch für die deutsche Wirtschaft.

Natürlich ist es nicht weiter verwunderlich, wenn ein komplexes Jahrhundertvorhaben wie die Energiewende, an dem so viele Akteure mit unterschiedlichen Interessenslagen beteiligt sind und zu dem die Ansichten so weit auseinander gehen, auch kommunikationstechnisch schlecht begleitet wird. Zudem haben viele Unternehmen, insbesondere die Saurier aus der Energiebranche, auch bis heute noch kein Konzept dazu. Umso mehr Chancen bieten sich den Unternehmen, die Lösungen und Technologien zur Umsetzung der Energiewende entwickeln – und ihren Sparringspartnern aus und .

Der Vorteil? Erfolgsbeispiele machen Mut – ob es nun um das gallische Dorf geht, das sich selbst mit Energie versorgt, oder um das Unternehmen, das seine eigene Energiewende einläutet, oder um nachhaltige Produkte. Die Energiewende wird dann vielleicht nicht mehr nur als unkalkulierbares Risiko angesehen, sondern auch als Chance und sogar als Markt. Umso besser wenn sich das herumspricht – auch international. Vielleicht findet die Energiewende dann zukünftig mehr Nachahmer, als wir heute glauben?

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Aktualisiert am 26. September 2013

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