Frankreich 2013: Entscheidung für PR bei gekürzten Kommunikationsbudgets

France_MarineQuillon.AccountDirector
Diese Woche teilt unsere Kollegin Marine aus ihre Sicht auf das Jahr 2013 und beantwortet die drei Fragen, die wir unseren Kollegen aus aller Welt gestellt haben:

 

1. Welchen Einfluss hatte die globale Rezession 2013 auf die Nachfrage nach Services in Frankreich?

Auf unser Geschäftsjahr hatte die Krise nur wenig Einfluss. Wir hatten ähnlich viele neue Kunden wie in den vergangenen Jahren und bestehende Budgets wurden nicht oder nur wenig gekürzt.

Wir haben sogar festgestellt, dass Unternehmen, die ihr Gesamtbudget für Kommunikation gekürzt haben, verstärkt auf PR setzen, da diese in der Regel kostengünstiger ist als Werbemaßnahmen.

Wir konnten außerdem einen steigenden Bedarf an Krisenkommunikation beobachten. Mit der Geschwindigkeit heutiger Medien und Sozialer Netzwerke erkennen Unternehmen, dass sie schneller reagieren müssen als früher und dass sie in eine strategische Medienbeobachtung investieren sollten. Außerdem sind Schulungen für diese speziellen Anforderungen sehr gefragt.

2. Wie wurde Frankreich 2013 in den Medien dargestellt?

Dieses Jahr waren die Medien stark mit politischen und sozialen Angelegenheiten  beschäftigt.

France_ElleEs wurden viele Umfragen mit französischen Bürgern veröffentlicht. Französische Medien nutzten außerdem Inhalte aus sozialen Netzwerken, um die Meinung der Bevölkerung wiederzugeben.

Allgemein können wir sehen, dass Medien – auch aufgrund der Domenique Strauss Kahn Affäre – zunehmend freier das politische und soziale Geschehen kommentieren.

Die größte Kontroverse des Jahres war die Heirat zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren, die eine große Debatte in Frankreich auslöste.


3. Welches andere Land stellt demgegenüber ein positives oder negatives Beispiel dar?

Ein positives Beispiel für die Eigendarstellung ist Spanien. Obwohl sich das Land in einer großen Krise befindet, war Spanien weiterhin in der Lage, Touristen anzulocken.

France3_LE Monde Dank des kulturellen Erbes Spaniens und einem großen Angebot an Sport, Gastronomie, Party-Leben, etc. schafften es die Medien und die Kommunikationsbranche, ein emotionales Image zu unterstreichen, welches Menschen aus anderen europäischen Ländern veranlasste, ihre Ferien in Spanien zu verbringen.

Italien und Griechenland hingegen haben dies weit weniger gut vermittelt. Ihr Image hat sehr stark unter den politischen und wirtschaftlichen Krisen gelitten.

Marine Quillon – Account Manager bei GlobalCom PR Network Partner Sophie Monet PR

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Aktualisiert am 7. November 2013