Dänemark 2013: Strategische Kommunikation wieder auf Kurs

LarsJorgensen_DenmarkLars Jørgensen, -Experte aus Dänemark, berichtet über seine Eindrücke vom Jahr 2013 aus Dänemark. Sein Resümee ist: Die dänische -Branche ist wieder auf dem richtigen Weg und sieht einen Aufschwung nach den rückläufigen Geschäftsjahren im Zuge der internationalen Finanzkrise.

1. Welchen Einfluss hatte die globale Rezession 2013 auf die Nachfrage nach PR Services in Dänemark?

Die Finanzkrise hat viele dänische Unternehmen getroffen. Das hatte natürlich auch einen entsprechenden Einfluss auf die PR-Budgets. 2013 war das Jahr, in dem wir eine eindeutige Wende beobachten konnten, sowohl für die Unternahmen als auch für das Agenturgeschäft. Besonders im zweiten Halbjahr zog das Geschäft deutlich an und wir konnten ein Wachstum verzeichnen. Es gibt wieder erheblich mehr Anfragen, größere Projekte und längere Vertragslaufzeiten. Der Markt ist immer noch schwierig, aber es geht voran.

Betrachtet man die einzelnen Branchen, so konnten wir beobachten, dass die Baubranche 2013 weniger Beratungsleistungen für Kommunikation und PR in Anspruch genommen hat. Behörden waren ebenfalls noch immer vorsichtig, doch in den letzten sechs Monaten gab es wieder mehr Aufträge.

Daneben gibt es auch auf internationaler Ebene für uns eine positive Entwicklung. Unternehmen aus aller Welt interessieren sich zunehmend für PR in Dänemark und viele dänische Unternehmen kontaktieren uns, weil sie ihre internationale Präsenz ausbauen wollen und PR-Unterstützung in verschiedenen Regionen benötigen.

2. Wie wurde Dänemark 2013 in den Medien dargestellt?

Denmark_InternationalMediaIn diesem Jahr gab es keine wirklich drastische Krise in Dänemark, die in den internationalen oder heimischen Medien aufgegriffen wurde. Im Inland gab es viele Berichte über regionale Wahlen oder Personen in öffentlichen Ämtern, wie den Leiter der internationalen Organisation GGGI, dem Global Green Growth Institute. Auch über kleinere Krisen wurde natürlich ausgiebig berichtet.

International wurde Dänemark als Land porträtiert, in dem Menschen gerne und gut leben. Die Gesellschaft sowie soziale Leistungen wurden durchweg positiv dargestellt. Ganz besonders beim Thema erneuerbare Energien konnte sich Dänemark medial in ein sehr positives Licht rücken. Insgesamt denke ich, dass Dänemark ein sehr positives Image hat.

 3. Welches andere Land stellt demgegenüber ein positives oder negatives Beispiel dar?

DanishMedia_on_Pussy RiotIch würde sagen – besonders mit Themen wie „Pussy Riot“ – ist 2013 als Negativ-Beispiel in Erinnerung geblieben. Hier hat man deutlich gesehen, wie Negativberichterstattung dem Image eines Landes schaden kann.

Auch die Berichterstattung über die Wirtschaftskrise in Griechenland und der Umgang der griechischen Politiker mit der Situation und ihrem Verhalten gegenüber Ländern wie Deutschland haben dem Ansehen des Landes erheblich geschadet. In Dänemark hatte Griechenland bisher ein sehr positives Image – ich denke, das hat sich 2012 und vor allem 2013 etwas geändert.

Positive Beispiele waren meiner Meinung nach beispielsweise Länder im Süden Afrikas. Hier gab es positive Berichte über industriellen und wirtschaftlichen Aufschwung. 2013 haben wir viele Berichte und Fallstudien aus Südafrika und weiteren afrikanischen Ländern gesehen und die Medien zeichnen ein differenzierteres Bild über die Umstände in verschiedenen Ländern des Kontinents.

Autor: Lars Jørgensen, CEO und Partner bei Jøp, Ove & Myrthu CPH P/S, GlobalCom PR Network Team in Denmark

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Aktualisiert am 18. Dezember 2013